Entspannter durch das Studium

Kurz und knackig juristische Lerninhalte zusammenstellen und bündeln: Der BHT-Student Jackson Adewale und sein Team wollen mithilfe ihres Startups heyJura die digitale Bildung nachhaltig verändern – und Studierende im Jurastudium unterstützen.

Jackson Adewale (l.) und Teammitglied Sebastian Wiechert sprechen über "heyJura"Bild: Adam Formanek

Jurastudierenden die Möglichkeit eröffnen, ein individuelles, juristisches Skript zu gestalten, ganz nach ihren Wünschen – das ist das Ziel des neuen, juristisch digitalen Bildungsunternehmens heyJura. Gründer des Startups ist der Jura-Absolvent Jackson Adewale, der aktuell ein Bachelorstudium im Fach Mechatronik an der Berliner Hochschule für Technik (BHT) verfolgt. Adewale und sein Team haben sich das Ziel gesetzt, die digitale Bildung nachhaltig zu verändern und das Jurastudium zu vereinfachen.

Das Team befindet sich aktuell in der Gründungsphase und wird seit dem 1. Juli 2022 vom Berliner-Startup Stipendium finanziell gefördert, das von der BHT organisiert wird. Neben der finanziellen Förderung wird das Team im BHT-Startup Hub mit Coaching sowie kostenlosen Arbeitsplätzen unterstützt.

Hoher Rechercheaufwand als große Belastung

„Ich habe im Jahr 2017 mein Examen gemacht. Im Jurastudium wird man zugemüllt mit tausenden von Unterlagen, trotzdem musste ich obendrein noch viele Stunden in der Bibliothek verbringen, um die für mich passenden Lernunterlagen herauszusuchen. Diesen riesigen Rechercheaufwand habe ich damals, gepaart mit der Masse und Komplexität des Stoffes, als große Belastung empfunden. In dieser Zeit entstand die Idee, juristische Lerninhalte an einem zentralen Ort zu bündeln, einfach zugänglich zu machen und so zu erklären, dass sie jeder verstehen kann. Ein Ort, an dem man wie bei der Suchleiste von Google direkte Antworten auf seine Fragen bekommt“,

beschreibt Jackson Adewale die frühen Anfänge des Start-ups.

Und so funktioniert es: Anstatt Lehrbücher oder das Internet zu durchforsten, kann man auf der heyJura-Website nach Stichworten und Themenkomplexen suchen, zu denen man etwas lernen möchte – etwa Meinungsfreiheit, Kaufvertrag und Meineid. Das System liefert daraufhin passende Schemata und Definitionen. Die Lerninhalte lassen sich per Klick zusammenstellen, bündeln und im Anschluss als PDF herunterladen. Im Nachgang lässt sich das Skript auch noch digital bearbeiten.

„Die Website kann man demnach als ‘Wie für dich gemacht-Lexikon‘ bezeichnen“, so Jackson Adewale. „Alle Definitionen und Schemata, die auf der Website zur Verfügung stehen, sind nach hohem wissenschaftlichem Standard aufbereitet und zitiert worden, damit auch beispielsweise verweisende Urteile schnell nachgeschlagen werden können.“

Die Grundidee des Startups war es, Content für Studierende vom ersten bis zum vierten Semester zu liefern. Mittlerweile denkt das Team in größeren Dimensionen und möchte künftig auch Lerninhalte für Examenskandidat*innen auf seiner Website anbieten. Um ihren Content zu erweitern, arbeitet das Gründerteam aktuell mit Studierenden der FU Berlin zusammen.

In Zukunft will das Team Kooperationen mit verschiedenen Unternehmen eingehen, um Studierenden einen noch größeren Umfang an Lernunterlagen für das Jurastudium zu bieten.

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