Antidiskriminierung


Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt, Mobbing und Stalking

Für geschlechtsbezogene Diskriminierung von Frauen sind Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte zuständig. Sie beraten weibliche Hochschulmitglieder, nehmen Beschwerden entgegen und begleitet bei Bedarf hochschulinterne Verfahren. Die Beratungsgespräche sind vertraulich. Anonyme Beratungen sind möglich. Im Mittelpunkt steht der Schutz der Frauen und deren Selbstbestimmung als Mensch. In der offenen Beratung können alle Themen besprochen werden. 

Folgende Fragen sind leitend im ersten Gespräch:

  • Was ist passiert?
  • Was brauchen Sie?
  • Wo möchten Sie Unterstützung?
  • Was ist der nächste Schritt?

 

Die Satzung zur Chancengleichheit der Geschlechter der Hochschule regelt in § 8, was unter sexualisierter Diskriminierung und Gewalt verstanden wird:

(2) Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt bezeichnen ein Verhalten, das gegen die körperliche und seelische Integrität des Gegenübers gerichtet ist und mit der Geschlechtlichkeit sowohl des Täters oder der Täterin wie auch des Opfers in Zusammenhang steht. Insbesondere wird geschützt vor

  • entwürdigenden und sexualisierten Bemerkungen über Personen oder deren Körper,
  • sexuell herabwürdigende Gesten und Verhaltensweisen,
  • Exhibitionismus,
  • verbaler und bildlicher Präsentation pornografischer oder sexistischer Darstellungen,
  • unangebrachte und unerwünschte Körperkontakten,
  • körperliche Übergriffen,
  • Stalking,
  • einem Umfeld, welches durch Einschüchterung, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnet ist.

Vorfälle können auch über ein anonymes Kontaktformular mitgeteilt werden. Die eingegebenen Angaben gehen an die zentrale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte.

Sollte Ihnen ein Vorfall mitgeteilt werden, finden Sie für die (Erst)Beratung Hinweise im Handlungsleitfaden.

Sie konnten keine Person finden, die für Ihr Anliegen zuständig ist? Nehmen Sie gern Kontakt mit der Zentralen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten auf, um eine geeignete Ansprechperson für Ihre Themen bei sexualisierter Diskriminierung und Gewalt zu finden.


Verfahrenshinweise

Sollten Sie einen Vorfall sexualisierter Diskriminierung erlebt oder beobachtet haben, nehmen Sie jederzeit Kontakt mit der zentralen Frauen- und Gleichstellungbeauftragten oder der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten ihres Bereichs auf.

Die folgenden Hinweise helfen bei einer Beschwerde. Unternehmen Sie selbst nur die Schritte, die Sie sich zutrauen und die Sie für angemessen halten:

  • Teilen Sie ihrem Gegenüber deutlich mit, welche Verhaltensweisen Sie als belästigend empfunden haben. Formulieren Sie Ihre Vorstellungen für sein oder ihr zukünftiges Verhalten.
  • Dokumentieren Sie Zeit, Ort und Umstände des Vorfalls, um eine Beschwerde zu untermauern. (Gedächtnisprotokoll)
  • Es kann sinnvoll sein, Vorfälle anzuzeigen. Sie können dabei die Unterstützung der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten einholen.
  • In einem vertraulichen Beratungsgespräch klären wir Ihr Anliegen und besprechen mögliche Optionen.
  • Bei Einleitung eines formellen Verfahrens an der Hochschule wird unter Umständen eine formelle Anhörung beider Konfliktseiten notwendig. Ab diesem Zeitpunkt im Verfahren kann in der Regel die Anonymität nicht mehr garantiert werden. Beschäftigte sollten bei diesem Schritt die Personalvertretung hinzu ziehen.

Welche Sanktionen möglich und notwendig sind, hängt vom Schweregrad der Vorfalls ab und von den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Studierende, Beschäftigte oder Beamt*innen unterliegen unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen.

 

Weitere Informationen und gute Überblicksseiten

Die Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (BuKoF) hat eine Handreichung entwickelt, die die Facetten sexualisierter Diskriminierung beleuchtet und weitere Hinweise für mögliche Schritte und Verfahren gibt. Die Hinweise sind insbesondere für Betroffene und Führungskräfte hilfreich.

Die Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen in Berlin (LaKof) bietet einen guten Überblick über Aktivitäten und Beratungsangebote zum Thema an allen staatlichen Hochschulen.

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Angebote nach Zielgruppen
Zielgruppe Beratungs- bzw. Beschwerdestelle
weibliche Mitglieder des Bereichs der Hochschule Dezentrale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
Schwerbehinderte Beschäftigte Schwerbehindertenvertretung
Beschäftigte Personalrat
Beschäftigte Arbeitsmedizinischer Dienst
Beschäftigte AGG Beauftragte*r: N.N.
Studierende Zentrale StudienberatungPsychologische Beratung
Studierende AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss)
alle Mitglieder der Hochschule Hochschulleitung
Mitglieder der Fachbereiche Dekanin bzw. Dekan, Fachbereichsleitung

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Im Notfall: Wachschutz/Pförtner

Haus Bauwesen 
Wachschutz: 0151 146 299 08
Pförtnerloge: 030 4504-2555

Haus Beuth
Wachschutz: 0151 146 299 05
Pförtnerloge: 030 4504-2214

Haus Gauß
Wachschutz: 0151 146 299 06
Pförtnerloge: 030 4504-2350

Haus Grashof (24 Stunden)
Wachschutz: 0151 146 299 07
Pförtnerloge: 030 4504-2444

Haus Kurfürstenstraße
Wachschutz: 0151 146 299 19

Haus Schwedenstraße
Notruf über Pförtnerloge Haus Grashof: 030 4504-2444