Haushaltskürzungen

Die BHT muss sparen

Der Berliner Senat hat massive Einsparungen im Haushalt des Landes beschlossen, wovon auch die Hochschulen stark betroffen sind. Der Grund ist die angespannte Haushaltslage Berlins.

Die Finanzierung der staatlichen Berliner Hochschulen und damit auch der BHT ist in den Hochschulverträgen festgelegt. Sie sollen den Hochschulen Planungssicherheit in Bezug auf ihre Finanzierung und Entwicklungen über eine Vertragsdauer von fünf Jahre geben. 

Die bis heute gültigen Hochschulverträge wurden am 16. Februar 2024 unterzeichnet. Im Dezember 2024 hat das Abgeordnetenhaus beschlossen, die darin versprochenen Mittel nicht bereitzustellen.

Es folgten monatelange intensive Verhandlungen der Berliner Hochschulen mit dem Berliner Senat über die strukturelle Reduktion der konsumtiven Zuschüsse der Berliner Hochschulen in den nächsten Jahren.

Das Ergebnis ist ein Änderungsvertrag zu den Hochschulverträgen, der am 11. Februar 2026 von der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Dr. Ina Czyborra, und den Präsident*innen der jeweiligen Hochschulenunterschrieben worden ist.


Aktuelle Entwicklungen

Hochschulverträge: Änderung unterzeichnet

Die Berliner Hochschulen haben den Änderungsvertrag zu den Hochschulverträgen unterzeichnet. Dieser sieht für 2026 bis 2028 wieder Mittelsteigerungen vor, die allerdings weit hinter den ursprünglich vereinbarten zurückbleiben. Die Hochschulen müssen weiterhin drastisch einsparen.

Änderung der Hochschulverträge

Der Akademische Senat (AS) der BHT unterstützt das Präsidium, den Änderungsvertrag zu den Hochschulverträgen zu unterzeichnen. Die AS-Mitglieder bringen aber auch ihre Sorge zum Ausdruck, dass die damit verbundenen Kürzungen zu einer verschärften Unterfinanzierung der Hochschule führen werden.

„Weniger schlechte Option“

Senat und Berliner Hochschulen haben einen Änderungsvertrag zu den gültigen Hochschulverträgen erarbeitet. Trotz harter Einschnitte verspricht er Verbindlichkeit und Planungssicherheit. „Zufrieden sind wir nicht.“, sagt BHT-Präsidentin Dr. Julia Neuhaus. Dennoch empfiehlt das Präsidium seinen Gremien, dieser „weniger schlechten Option“ zuzustimmen.


Einbringen und Informieren | Termine

Mär
02

Mo., 02.03.2026 11:00 Uhr

Austausch des Präsidiums mit Hochschulmitgliedern zu den Haushaltskürzungen, jeden ersten Montag im Monat, 11 Uhr

Apr
09

Do., 09.04.2026 14:15 Uhr

Sitzung des AS der BHT


FAQ | Häufig gestellt Fragen

Kürzungen des Berliner Senats

Nach der Ad-hoc Kürzung um 142 Mio. Euro im Jahr 2025 für die gesamte Berliner Wissenschaft sieht der Änderungsvertrag für die Jahre 2026 bis 2028 wieder Steigerungen vor, die jedoch weit hinter dem im ursprünglichen Vertrag verbindlich vereinbarten jährlichen Mittelaufwuchs von fünf Prozent zurückbleiben. Zudem wird das Land u.a. die Pensionslasten übernehmen und es wird eine Hochschulbaugesellschaft gegründet.

Die finanzielle Lage der BHT verschlechtert sich im Vergleich zum bisherigen Vertrag. Aber gerade durch die Übernahme der Pensionslasten wird langfristig ein steigendes Finanzrisiko von den Hochschulen genommen, ferner können Teile der Rücklagen zur Überbrückung der Transformationsphase eingesetzt werden. Im Jahr 2028 stehen planmäßig neue Vertragsverhandlungen an.

Das Präsidium der BHT ist mit der Reduktion der konsumtiven Zuschüsse grundsätzlich nicht einverstanden. Doch sieht es im Änderungsvertrag die weniger schlechte Option und hatte daher seinen Gremien einstimmig dessen Annahme empfohlen.

Der Akademische Senat und das Kuratorium haben entsprechend dieser Empfehlung zugestimmt.

Die Unterzeichnung des Änderungsvertrages erfolgte am 11. Februar 2026.

Berliner Hochschulen, darunter die BHT, hatten sich für eine Klagegemeinschaft zusammengeschlossen und gemeinsam eine mögliche Klage gegen das Land Berlin auf Einhaltung der Hochschulverträge geprüft.

Nachdem die Änderung der Hochschulverträge verhandelt und unterzeichnet wurde, sehen alle Berliner Hochschulen von einer Klage ab.

Transformationsprozesse an der BHT

An der BHT mussten allein im Jahr 2025 über acht Millionen Euro eingespart werden. Zudem muss die BHT bis 2028 weitere rund 15 Millionen Euro aus ihren Rücklagen einsetzen. Unter Berücksichtigung dessen ergibt sich ein Steigerung des konsumtiven Zuschusses pro Jahr um ca. 1,5 Prozent, was die Kostensteigerungen nicht ausgleichen wird.

Vorteilhaft ist allerdings die mit dem Änderungsvertrag vereinbarte Übernahme der Pensionslasten an das Land Berlin. 

Die BHT hat langfristige Vertragsbindungen, beispielsweise sind rund 80 Prozent des Etats Personalausgaben und können nicht kurzfristig reduziert werden.

Es sind daher umfangreiche Transformationsprozesse notwendig, die alle Bereiche der Hochschule betreffen werden. Für die Übergangsphase können Rücklagen entstehende Belastungen abfedern.

Geprüft werden insbesondere die Bereiche:

  • Lehre
  • Forschung
  • Verwaltungsprozesse
  • Infrastruktur

Der Akademische Senat der BHT hat nach langen Diskussionen und Abwägungen beschlossen, dass die Studienplätze basierend auf der Auslastung reduziert werden.

Die Reduzierung betrifft monentan nur Bachelor-Studiengänge, die Master-Studiengänge wurden aufbauend auf die Strukturgespräche im Laufe des Jahres nachgezogen.

So sieht der aktuelle Stand aus (Beschlüsse der Sitzung des Akademischen Senats am 29.01.2026):

Studiengang Fachbereich zu reduzierende Züge / Studienplätze verbleibende Züge/Studienplätze im Studiengang Aufhebung zum
Sicherheitstechnik II 0,5 / 20   In Klärung
Laser Science and Photonics II 1 / 40   WiSe 26/27
Gebäude- und Energietechnik IV 1 / 40   SoSe 27
Lebensmitteltechnologie V 1 / 40   SoSe 27
Elektromobilität VII 1 / 40   WiSe 26/27
Mechatronik VII 1 / 40   SoSe 27
Maschinenbau VIII 2 / 80   WiSe 26/27 und SoSe 27
Computational Engineering and Design VIII 1 / 40   WiSe 26/27
Summe   8,5 / 340    

Nein - angesichts der hohen Kosten muss Personal abgebaut werden. Betriebsbedingte Kündigungen soll es aber nicht geben.

Um dennoch Personalkosten einzusparen, werden freiwerdende Stellen (Kündigung, Renteneintritt, auslaufende Befristung) geprüft und ggf. nicht neu besetzt.

Im Jahr 2026 wurden den Fachbereichen 100 Prozent des veranschlagten Globalbudgets zugewiesen. Diese Mittel verteilt jeder Fachbereich individuell auf SHK-Verträge und Lehrmittel.

Verschieden Formate ermöglichen es den Hochschulmitgliedern, den Strukturprozess zu verfolgen und sich einzubringen:

Beschäftigte
  • Informationen:
    • Webseite der BHT
    • „Monthly“: Regelmäßige E-Mail der Präsidentin
    • Teilnahme an AS-Sitzungen als Zuhörer*in
  • Mitarbeitendenversammlungen des Präsidiums (quartalsweise, Einladung per E-Mail)
  • Runder Tisch: Austausch des Präsidiums mit Hochschulmitgliedern zu den Haushaltskürzungen, jeden ersten Montag im Monat
  • Ideenwerkstatt: Ideen rund um die Transformation der Hochschule können gern per Mail an Ideenwerkstatt[at]bht-berlin.de geschickt werden
  • Transformationsboard: Aktive Mitglieder wurden vom Akademischen Senat benannt, , interessierte Hochschulmitglieder können sich online zuschalten, jeden zweiten Montag im Monat
Studierende
  • Informationen:
    • Webseite der BHT
    • Teilnahme an AS-Sitzungen als Zuhörer*in
  • Runder Tisch: Austausch des Präsidiums mit Hochschulmitgliedern zu den Haushaltskürzungen, jeden ersten Montag im Monat
  • Ideenwerkstatt: Ideen rund um die Transformation der Hochschule können gern per Mail an Ideenwerkstatt[at]bht-berlin.de geschickt werden

Alle Hochschulmitglieder können ihre Fragen rund um die Haushaltskürzungen zudem per E-Mail an kommunikation[at]bht-berlin.de senden.

Nein! Alle, die bereits an der BHT studierende bzw. einen Studienplatz annehmen und ihr Studium hier demnächst beginnen, können ihr Studium mit Sicherheit regulär absolvieren und abschließen.

Bei den Überlegungen, das Angebot zu reduzieren, geht es immer nur um die Aufnahme zukünftiger Studienanfänger*innen.

Die Lange Nacht der Wissenschaften (LNdW) ist ein gesellschaftlich relevantes Ereignis, das Lust an der Wissenschaft weckt.

  • Indem wir wissenschaftliche Erfolge sichtbar machen, setzen wir derzeitigen wissenschaftsdiskreditierenden Tendenzen etwas entgegen. Es ist für Hochschulmitglieder von großem Vorteil, wenn Gesellschaft und politische Entscheidungsträger*innen die Bedeutung der BHT und damit der Berliner Wissenschaft aktiv miterleben können!
  • Die LNdW ist für die BHT ein starker Besuchermagnet. Mit außergewöhnlich langen Verweildauern der Besucher*innen – teilweise über den gesamten Veranstaltungszeitraum von bis zu sieben Stunden – können wir Lust auf mehr machen: Ein Studium an der BHT. 
  • Mit der LNDW können wir zudem auf die Konsequenzen aus den Sparmaßnahmen hinweisen. Ohne diese Präsenz bleibt der gesellschaftliche entstehende Schaden unsichtbar.
  • Die BHT ist langjähriges Mitglied im Verein LNdW e.V. und erhält damit vergünstigte Konditionen und kann sich aktiv die Weiterentwicklung des Formats einbringen.
  • Für die BHT erfüllt die Lange Nacht intern eine weitere wichtige Funktion: Sie fördert den Austausch und das Teambuilding zwischen Lehrenden, Mitarbeitenden und Studierenden. Zugleich stärkt sie die Vernetzung der Hochschule mit der Nachbarschaft.