Gender- und Technik-Zentrum

Jahresrückblick – Das GuTZ in 2022

Das Team des Gender- und Technik-Zentrums (GuTZ) wurde 2022 durch neue Kolleg*innen verstärkt, die im Rahmen der von ihnen durchgeführten Maßnahmen sowie darüber hinaus spannende Veranstaltungen organisierten und sich an vielfältigen Projekten beteiligten.

Im Rahmen der Qualitäts- und Innovationsoffensive des Landes Berlin (QIO) starteten am GuTZ im Jahr 2022 zwei Maßnahmen:

  • Seit Jahresbeginn ist Mechthild Scott, unterstützt von der studentischen Assistenz Iman Atwa, Verantwortliche für die Maßnahme „DiversityTrainings für Lehrende und Servicemitarbeitende der BHT (DivTrain)“. Deren Ziel sind die Entwicklung und Durchführung von Weiterbildungsmaßnahmen, um Hochschulangehörige für den Umgang mit Diversität in Lehre und Gesellschaft zu qualifizieren. Zu diesem Zweck wurden u.a. zwei hochschulübergreifende Expert*innen-Workshops durchgeführt und eine Kooperation mit der Universität der Künste aufgebaut. 
    Als Expertin für Diversity in Organisationen wurde Mechthild Scott zudem als Gastrednerin zum Thema „Racialized Organizations“ in das Seminar „Rassismus und Heteronormativität in männlich geprägten Organisationen“ (TU Berlin) geladen.
  • Verantwortliche für die Maßnahme „MINTMent: gender- und diversitysensibles Mentoring-Programm für Studienanfänger*innen“ war zunächst Kaja Napotnik, aktuell wird sie kommissarisch von Dr. Ina Tripp betreut. Ziel ist die nachhaltige Etablierung eines gender und diversity-sensiblen Mentorings zur Steigerung des Studienerfolgs und Minderung der Abbruchsquote in MINT-Fächern. Zielgruppe sind Studierende, die bereits in der Vorstudienphase diskriminierenden Praxen und Verhältnissen ausgesetzt sind. Im Rahmen des Projektes bot das Studium Generale der BHT im Wintersemester 2022/23 zwei Lehrveranstaltungen an: das Seminar „Diversity & Social Justice im Kontext der Hochschulbildung“, geleitet von Leo Ryczko, sowie die Übung „Gender und diversity-sensibles Mentoring“ von Susanne Spintig.

Seit Herbst 2022 ist Heiner Schulze verantwortlich für das Projekt „Antidiskriminierungsarbeit als strukturbildendes Gleichstellungsinstrument und Gewinnung von MINT-Professuren“. Ziel sind die Erfassung und Koordination bestehender Aktivitäten der BHT im Bereich Antidiskriminierung sowie die Unterstützung bei der Gewinnung von Frauen für MINT-Professuren. Als Experte zu Ost-West-Diskursen wurde Heiner Schulze darüber in das Seminar „Konstruktive Familienforschung“ (Universität Magdeburg) geladen, hielt einen Vortrag auf der jährlichen Tagung der German Studies Association und nahm am Online-Panel „Postmigrant? East Migrant? Chances, Limitations, and Current Debates and Concepts on East German Otherness“ des CGES der University of Wisconsin, Madison, teil.

Mitte November fand am GuTZ ein Online-Vortrag von Dr. Francis Seek mit anschließender Diskussion zum Thema „Klassismus und Solidarität im Hochschulkontext“ statt und am Aktionstag #4GenderStudies stellten Dr. Aki Krishnamurthy (ASH Berlin) und Randi Worath (BHT) in einem Gespräch unter dem Titel „Elfenbeinturm oder Praxis?“ ihre Erfahrungen und Perspektiven auf das Verhältnis von kritischer Wissenschaft und Antidiskriminierungspraxis vor. Das GuTZ beteiligte sich darüber hinaus im Rahmen der Kritischen Orientierungswoche an einer Infoveranstaltung des AStA („Helfende Hände an der Hochschule“) und nahm an einer Anschlussdiskussion an die Aufführung des Theaterstücks „Keine Mehr“ teil.


Das Projekt MINT-Ment am Gender- und Technik-Zentrum

Im Rahmen des Projekts MINT-Ment des Gender- und Technik-Zentrums werden im Sommersemester 2023 zwei Lehrveranstaltungen im Studium generale der BHT angeboten:

Diversity and Social Justice in der Hochschule (LV-Nr.: SG-LV-0016)

Im Seminar „Diversity and Social Justice in der Hochschule“ erarbeiten die Studierenden sich auf Basis sozialwissenschaftlicher Texte ein grundlegendes Verständnis der Konzepte „Diversity“ und „Social Justice“. Diese werden im Seminar anschließend in den hochschulpädagogischen Kontext eingeordnet und auf praktische Beispiele angewendet. Für den Austausch über konkrete Umsetzungsmöglichkeiten werden Vertreter*innen einschlägiger Organisationen in das Seminar eingeladen. Die Studierenden erweitern die sozialwissenschaftlichen Konzepte dann um eine eigene, handlungsorientierte Perspektive im Kontext der Hochschule. Die Teilnahme am Seminar setzt die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit einführenden wissenschaftlichen Texten und zur Zusammenarbeit in der Gruppe voraus.

MINT-Mentoring: Qualifizierung als Diversity-Mentor*in (LV-Nr.: SG-LV-0017)

Die Übung „MINT-Mentoring: Qualifizierung als Diversity-Mentor*in“ qualifiziert die Studierenden dafür, einer Zielgruppe (Mentees) als Mentor*innen adäquate und individualisierte Unterstützung und Begleitung bieten zu können. Dazu erarbeiten die Studierenden sich im Seminar ein Verständnis der Konstruiertheit von Diversity-Dimensionen als Differenzkategorien und sie reflektieren die eigene Position in Bezug auf Privilegien und Benachteiligungen sowie deren Auswirkungen auf die Mentoring-Beziehung (Diversitätsdiskrepanz). Neben Gender- und Diversity-Kompetenz werden auch Kompetenzen in Kommunikation und Beratung erworben. Die Teilnahme an der Übung setzt die Bereitschaft voraus, Coachingtools selbst zu erproben, die eigene Position kritisch zu reflektieren sowie Erkenntnisse mit der Gruppe zu teilen.

Vorausgehende Kenntnisse im Bereich Gender und Diversity sind für eine Teilnahme an den Veranstaltungen nicht notwendig. 

Belegfrist: 03. bis 22. April 2023

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!


Das GuTZ in 2022: Neue Diversity-Maßnahmen

Gelebte Vielfalt – nächste Schritte auf dem Weg zu einer diversitätsgerechteren und inklusiveren Hochschule

Seit 2022 laufen im Gender- und Technik-Zentrum zwei Projekte:

Diese werden in den kommenden drei Jahren an der BHT etabliert, um im Studium und insbesondere bei der vielfältigen Studierendenschaft Chancengleichheit, Equity und Inklusion zu fördern. Im Rahmen der Projektschwerpunkte werden sowohl die Organisation BHT, als auch unterschiedliche Ziel- und Statusgruppen berücksichtigt.


Das Gender- und Technik-Zentrum (GuTZ) ist eine Einrichtung des Präsidiums der Berliner Hochschule für Technik.

Vom GuTZ wird insbesondere das Ziel der Hochschulleitung unterstützt, gender- und diversityrelevante Maßnahmen und Ansätze auf allen Ebenen der Hochschule zu verankern und umzusetzen.

Die Aufgaben des GuTZ umfassen:

  • Erhöhung der Chancengleichheit in Studium und Beruf
  • Förderung von Wissenschaftskarrieren
  • Institutionalisierung diversity- und gendersensibler Lehre und Lehrangebote
  • Organisation, Durchführung und Evaluation von Projekten im Themenfeld „Gender/Diversity/Antidiskriminierung und Technik“
  • Durchführung von Forschungsprojekten auf der Basis von Drittmitteln
  • Förderung der wissenschaftlichen Kooperation im Raum Berlin/Brandenburg und auf internationaler Ebene

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