Besonders wenn es um die Entscheidung für ein Studium geht, stellt sich für viele die Frage: „Mein Kind will studieren – wie kann ich es am besten unterstützen?“ Hier erfahren Sie mehr zu diesem Thema und lernen, wie man Ihrem Kind in dieser wichtigen Phase zur Seite stehen kann – mit praktischen Tipps, Hintergrundwissen und einem Einblick in das Studienangebot vor Ort.
Bevor wir in die Welt der Studiengänge eintauchen, lohnt sich ein kurzer Blick auf den Begriff „Bachelor“ selbst. Der Ausdruck stammt ursprünglich vom mittellateinischen baccalarius, der im Mittelalter einen niederen akademischen Grad bezeichnete.
Heute bezeichnet der Bachelor den ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss. Er umfasst in der Regel sechs bis sieben Semester, also etwa drei bis dreieinhalb Jahre. Zum festen Bestandteil gehören eine abschließende Bachelorarbeit und je nach Studiengang eine Praxisphase. Wer sich im Anschluss für ein weiterführendes Studium entscheidet, kann mit einem Masterabschluss in etwa fünf Jahren Gesamtstudienzeit zum vollwertigen akademischen Abschluss gelangen.
Je nach Fachrichtung trägt der Bachelor unterschiedliche Zusätze:
- Bachelor of Engineering (B.Eng.) – technisch und praxisnah, z. B. in Maschinenbau oder Elektrotechnik, ist stark an die Kenntnisse aus Schulfächer Mathe und Physik gebunden
- Bachelor of Science (B.Sc.) – analytisch und naturwissenschaftlich orientiert, etwa in Informatik oder Biologie, mit der Basis aus naturwissenschaftlichen Schulfächer, wie Mathe, Biologie, Chemie usw.
- Bachelor of Arts (B.A.) – geistes- oder sozialwissenschaftlich geprägt, z. B. in Geschichte, Sprachen oder BWL
Welcher Titel verliehen wird, hängt vom inhaltlichen Schwerpunkt des Studiengangs ab – nicht von dessen Anspruch oder Qualität.
Um den Entscheidungsprozess klarer und greifbarer zu machen, haben wir die wichtigsten Fragen in einzelne Etappen unterteilt. Denn wie Charlie Chaplin einmal sagte: „An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser.“ Wir möchten Ihnen an dieser Stelle zwar keine endgültigen Antworten geben, aber zumindest ein paar hilfreiche Orientierungsschilder aufstellen.
Ein erster wichtiger Wegweiser lautet:
Universität oder Fachhochschule?
Beide Hochschulformen bieten hochwertige Studiengänge an, unterscheiden sich aber in Ausrichtung und Lehransatz:
- Universitäten sind stärker auf Theorie und Forschung ausgerichtet. Für den Prozess bedeutet es große Gruppen bei Lernveranstaltungen, Anonymität, wenig bis keine Unterstützung, wenig strukturierter Verlauf und größere Flexibilität bei der Modulauswahl. Hier steht die wissenschaftliche Arbeit im Vordergrund – Studierende lernen, sich kritisch mit Fachliteratur auseinanderzusetzen, theoretische Konzepte zu durchdringen und oft auch eigene Forschungsprojekte durchzuführen.
- Fachhochschulen (heute oft: Hochschulen für angewandte Wissenschaften) legen mehr Wert auf Praxisnähe. Der Unterricht ist anwendungsbezogener, es gibt oft kleinere Gruppen, einen klarer strukturierten Studienverlauf, einen festen Stundenplan und enge Kooperationen mit Unternehmen. Dadurch ist es leichter Kontakt mit anderen Studierenden aufzunehmen und bessere Unterstützung von Lehrkräften zu bekommen. Praxissemester und konkrete Projekte sind in vielen Studiengängen fester Bestandteil.
Was besser passt, hängt stark vom Studienfach, aber auch vom Lerntyp Ihres Kindes ab.
Wer lieber konkret arbeitet, Praxisbezug schätzt
und schneller ins Berufsleben einsteigen möchte,
ist an einer Fachhochschule gut aufgehoben.
Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass ein Bachelorabschluss von einer Fachhochschule den Zugang zu einem Masterstudium an einer Universität einschränkt. Das stimmt nicht: Wer fachlich geeignet ist, kann in der Regel problemlos an einer Universität weiterstudieren. Auch die Möglichkeit zur Promotion (also zur Erlangung des Doktortitels) steht Absolvent*innen offen – entweder durch kooperative Promotionsprogramme mit Universitäten oder, in manchen Bundesländern wie Hessen, direkt an der Fachhochschule selbst.
Kurz gesagt: Der Abschluss einer Fachhochschule ist keineswegs „weniger wert“ – er ist lediglich anders ausgerichtet. Entscheidend ist, welcher Weg besser zu den Interessen, Zielen und der Persönlichkeit Ihres Kindes passt.
An zweiter Stelle wäre wichtig staatliche und private Hochschulen zu vergleichen.
Während private Einrichtungen in der Regel eine intensivere Betreuung durch die hohen Studiengebühren anbieten, punkten stattliche Hochschulen oft mit der besseren Flexibilität und einem breiten Studienangebot. Für den Betrieb benötigen die Hochschulen eine Akkreditierung durch das jeweilige Bundesland. Zusätzlich dazu muss aber auch jeder einzelne Studiengang akkreditiert werden.
Leider sind bei privaten Hochschulen
nicht alle Studiengänge staatlich anerkannt.
Im schlimmsten Fall hast du nämlich viel Zeit und Geld in ein Studium investiert und am Ende nicht einmal einen staatlich anerkannten Abschluss bekommen.
Als dritte Stellschraube kommen verschiedene Studienarten in Betracht.
Ob Vollzeit, Teilzeit, dual oder online – jedes Modell bringt eigene Chancen und Anforderungen mit sich. Besonders beim dualen Studium lohnt sich ein genauer Blick. Das Spektrum der dualen Studienangebote reicht von praxisintegrierten Studiengängen mit echter betrieblicher Ausbildung bis hin zu Studienformaten mit gelegentlichen Praxisanteilen (hier finden Sie eine ausführliche Erklärung). Von uns gibt es zwei Beispiele: Während unser duales BWL-Studium eng mit Unternehmensphasen verzahnt ist, führt der duale Studiengang „Landschaftsbau und Grünflächenmanagement“ zu einem Ausbildungsabschluss und zu einem Bachelor Abschluss.
Als vierte Komponente ist die Wahl des passenden Studienfachs entscheidend.
Es lohnt sich, verschiedene persönliche Eigenschaften zu betrachten: Interessen und Motivation geben erste Hinweise, Fähigkeiten und Eignung zeigen, was fachlich passt, während Ziele, Erwartungen und Werte dabei helfen, das Studium mit der eigenen Lebensvorstellung in Einklang zu bringen.
Oft wird jedoch ein wichtiger Punkt vergessen:
Wie möchte ich später eigentlich arbeiten?
Im eigenen Büro oder lieber draußen?
Mit viel Kontakt zu Menschen oder eher eigenverantwortlich im Hintergrund?
Ist ein sicheres Einkommen wichtiger oder mehr Freiheit – auch wenn das mit höherem Risiko oder Selbstständigkeit verbunden ist?
Vielleicht spielt auch Reisetätigkeit eine Rolle.
Außerdem begegnen uns immer wieder Fehleinschätzungen der eigenen Fähigkeiten – sowohl in Form von Unterschätzung als auch Selbstüberschätzung. Deshalb ist es hilfreich, ehrlich auf die eigene Ausgangslage zu schauen.
Neben Selbsteinschätzung spielen weitere Faktoren bei der Studienwahl eine Rolle. Dazu gehören etwa:
- der Standort,
- der fachliche Schwerpunkt im Studiengang
- sowie der Ruf der Hochschule oder des konkreten Studienfachs – sei es in der Fachwelt oder im persönlichen Umfeld,
- auch der Arbeitsmarkt wird häufig als Argument genannt, sollte aber mit Umsicht betrachtet werden. Er unterliegt Zyklen, die sich innerhalb weniger Jahre verändern können, und nicht jede prognostizierte Nachfrage passt zur eigenen Entwicklung;
- Vorsicht ist auch bei Hochschulrankings geboten – sie basieren oft auf sehr speziellen Kriterien, die für Studienanfänger:innen kaum Relevanz haben, wie etwa internationale Forschungspreise oder Zitationsraten.
Nachdem Sie nun einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der Studienwahl erhalten haben, möchten wir zur gestellten Frage zurückkehren:
Wie können Sie Ihr Kind in diesem Prozess sinnvoll unterstützen?
Man kann die Motivation stärken.
Unterstützung bedeutet hier nicht, Druck auszuüben oder Ehrgeiz zu schüren, sondern das Kind ernst zu nehmen in dem, was es interessiert.
Eltern kennen ihr Kind oft über viele Jahre in verschiedenen Lebenssituationen. Eine wertschätzende Rückmeldung zu Stärken, Umgang mit Herausforderungen oder typischen Mustern kann dabei helfen, sich selbst besser zu verstehen. Dabei ist wichtig die Persönlichkeit nicht zu bewerten, sondern zu spiegeln, was man wahrnimmt.
„Du bist gut in Mathe.“ oder „Du bist nicht kreativ.“
– ist ein Urteil, das schnell Druck erzeugt oder den Handlungsspielraum einschränkt.
„Mir fällt auf, dass du oft geduldig an kniffligen Aufgaben arbeitest.“
oder
„Wenn du erzählst, wie du Dinge gestaltest, wirkt das auf mich sehr lebendig.“
– ist eine Rückmeldung, die offen bleibt und zur Selbstreflexion anregt, ohne festzulegen, wie jemand „ist“.
Man soll die Fähigkeiten realistisch einschätzen.
Es geht darum, gemeinsam ehrlich hinzuschauen: Was fällt leicht? Wo zeigen sich Ausdauer, Verständnis oder Interesse – und wo eher nicht? Eltern können durch konkrete Beispiele aus Schule, Alltag oder Hobbys helfen, Stärken sichtbar zu machen, ohne diese zu überschätzen. Ebenso wichtig ist es, Schwächen nicht zu dramatisieren, sondern sie als Ausgangspunkt für Entwicklung zu sehen.
Man kann die Berührungsängste abbauen.
Der Übergang ins Studium bringt viele neue Begriffe, Abläufe und Unsicherheiten mit sich. Eltern können hier vor allem Orientierung geben – etwa indem sie gemeinsam Infotage besuchen, Begriffe erklären helfen oder einfach zuhören, wenn Sorgen auftauchen, ohne sofort Lösungen anzubieten.
Eltern können die Recherche begleiten.
Nicht alle Jugendliche wissen, wie man gezielt und kritisch Informationen findet. Unterstützung kann hier heißen, Fragen zu stellen („Was ist dir bei einer Hochschule wichtig?“), Tools zu zeigen oder gemeinsam Websites zu vergleichen – ohne alles aus der Hand zu nehmen.
Jeder soll Plan B mitdenken.
Nicht jede Entscheidung muss endgültig sein. Gerade das Signal „Es ist okay, wenn du dich umentscheidest“ gibt Sicherheit. Plan B heißt a) mehrere Hochschulen und Studiengänge im Blick zu behalten und b) Alternativen zum Studium um ggf. Wartezeit zu sammeln (z. B. Freiwilliges Jahr, Auslandsaufenthalt etc). Es muss aber beachtet werden, dass die Immatrikulation an einer anderen Hochschule oder in einem NC-freien Studiengang, nicht als Wartesemester gilt.
Als Grundhaltung gilt dabei:
so wenig wie möglich, so viel wie nötig.
Bestimmte Verhaltensweisen sollten Eltern im Entscheidungsprozess bewusst vermeiden:
- die eigenen Erfahrungen als Entscheidungsgrundlage anzubieten;
- dem Kind Aufgaben wie Informationssuche oder Bewerbung abzunehmen oder Sorgen vorschnell abzuwinken („Ach Quatsch, das schaffst Du schon!“);
- auch eigene unerfüllte Wünsche über das Kind auszuleben, ist wenig hilfreich;
- ebenso kann es belastend wirken, wenn Eltern immer wieder nach den Motiven fragen – etwa ob die Entscheidung wirklich „frei“ sei oder nur Erwartungen aus dem Umfeld erfülle.
Besser ist es, Vertrauen zu zeigen, Entscheidungen zu akzeptieren und Raum für ehrliche Gespräche zu lassen – ohne Druck oder Misstrauen.
Wie gestaltet man die Suche nach dem richtigen Studienfach?
Sehr oft fängt es mit einer Internet Recherche durch zahlreiche Internetquellen an, von denen nicht alle jedoch empfehlenswert sind. Suchmaschinen wie Google und Co. sind oft problematisch: Es gibt zu viele Treffer, darunter zuerst gesponserte Seiten – häufig von privaten Hochschulen – sowie veraltete oder zu allgemeine Informationen zur Bewerbung.
Als erster Schritt können der Hochschulkompass sowie die jeweiligen Webseiten der Hochschulen empfohlen werden.
Über die Seiten der Hochschulen erhalten Sie Informationen zu wichtigen Aspekten wie der Suche nach Studiengängen, dem Bewerbungsverfahren, Ansprechpersonen und den Modulhandbüchern der Studiengänge. Das Modulhandbuch ist ein Dokument mit allen Kursen, die unter einem bestimmten Studiengang angeboten werden, dort findet man die Beschreibung der Inhalte, Lernziele und Prüfungsformen.
Als zweiter Schritt können natürlich Studieninteressentests als Hilfe zur Selbsterkenntnis genutzt werden.
Einer davon wird vom Hochschulkompass angeboten.
Als dritter Schritt sind Informationsmöglichkeiten vor Ort von großer Bedeutung.
Wenn Sie an einem Tag der offenen Tür einer Hochschule teilnehmen, haben Sie die direkte Möglichkeit, mit Professoren in Kontakt zu kommen. Als eher ungünstig haben sich hingegen selbstständige Studienberater und private Internetseiten erwiesen. Ihre Empfehlungen basieren oft nicht auf einer vollständigen Kenntnis der staatlichen Hochschullandschaft, sondern richten sich nach Kooperationen oder eigenen Angeboten.
Als vierter Schritt sollte man sich klar machen wie der Bewerbungsprozess an der konkreten Hochschule abläuft.
Jede Hochschule hinterlegt „ihr“ Verfahren mit ihren Anforderungen, daher muss man nicht einmal für alle schauen, sondern immer wieder genau hinsehen. Um bestmöglich informiert und begleitet zu werden, dienen die folgenden Kontakt Möglichkeiten:
- Homepage - die offizielle Website bietet eine Fülle an Informationen rund ums Studium, häufig gestellte Fragen (FAQs), Termine und wichtige Dokumente.
- Per E-Mail - für konkrete Fragen oder Anliegen können Sie bequem per E-Mail Kontakt aufnehmen.
- Telefonsprechstunde - wenn Sie schnelle Antworten benötigen oder ein persönliches Gespräch bevorzugen, können Sie unkompliziert und direkt mit einem Berater sprechen.
- Die Videoberatung verbindet die Vorteile eines persönlichen Gesprächs mit der Flexibilität, bequem von zu Hause aus teilzunehmen. Ideal, wenn ein Besuch vor Ort nicht möglich ist oder Sie lange Anfahrtswege sparen möchten.
- Persönliche Sprechstunde - für intensive Beratungsgespräche oder individuelle Anliegen sind persönliche Termine vor Ort besonders wertvoll. Hier können Sie alle Fragen in Ruhe klären und profitieren vom direkten Austausch.
Als fünfter Schritt ist es essenziell, den Aufbau des Studiums zu verstehen und sich der möglichen Herausforderungen bewusst zu werden.
Irgendwann kommt der Tag, an dem Ihr Kind mit Ihnen in Rätseln spricht. Um es besser zu verstehen, ist es besonders wichtig, Begriffe wie „Credit Points“, „SU“ und andere erklären zu lassen. Einige davon finden Sie bereits in diesem Text.
Es geht auch darum, zu verstehen wie das Studium aufgebaut ist, an welchen Stellen besonders aufgepasst werden soll.
Ein zentrales Thema sind Prüfungen: Nicht nur die inhaltliche Vorbereitung durch Lernen spielt eine Rolle, sondern auch der Umgang mit Stress, Zeitdruck und Prüfungsangst. Ein achtsamer Umgang mit der eigenen psychischen Gesundheit ist dabei ebenso entscheidend wie gute Lernstrategien.
Darüber hinaus stehen viele Studierende vor sozialen Herausforderungen – etwa bei der Eingewöhnung in eine neue Stadt, dem Aufbau sozialer Kontakte, dem Umgang mit Einsamkeit oder dem Gleichgewicht zwischen Studium, Job und Privatleben.
Grundsätzlich gibt es drei bekannte Wege für die Finanzierung eines Studiums:
BAföG, Neben-/Job, Stipendium.
Zu jedem Punkt gibt es viele wichtige Aspekte und Nuancen, die man hier kurz nicht zu fassen vermag. Ein Nebenjob kann zwar hilfreich sein, stellt jedoch oft eine zusätzliche Belastung im Studienalltag dar. Daher empfehlen wir allen Familien, gemeinsam eine realistische Einschätzung der eigenen Möglichkeiten vorzunehmen und das Studium mit einem durchdachten Plan anzugehen. Es geht dabei nicht nur ums Geld, sondern auch darum, frühzeitig zu klären, wie man seine Zeit im Studienalltag gut einteilen kann.
Wenn Ihr Kind sich für eine Bewerbung an der BHT entscheidet,
dann bietet die Hochschule
viele lösungsorientiere und hilfsbereite Begleitungsangebote.
Die für das Studium relevanten Begriffe sind auf der Seite „Hochschule von A bis Z“ veröffentlicht.
In Phase der Orientierung sind besonders Laborbesichtigungen, Vorträge, Studien- und Karrieremessen, Formate wie „Student for a Day“ oder ein Praktikum an der Hochschule von großer Bedeutung. Diese Gelegenheiten sind aufschlussreich, um konkrete Bedingungen und Aspekte der Hochschule besser zu verstehen.
Bei der Studienbewerbung muss man auf einige wichtige Punkte besonders achten.
- Heutzutage läuft der Bewerbungsprozess an der BHT vollständig online über das Bewerbungsportal Polli. Alle erforderlichen Unterlagen und Nachweise müssen im Vorfeld als PDF-Dateien vorbereitet werden. Im Bewerbungsformular werden zudem verschiedene Angaben abgefragt, bei denen es hilfreich sein kann, sich bereits im Vorfeld Klarheit zu verschaffen. Daher empfiehlt es sich, das Formular frühzeitig durchzusehen, um ausreichend Zeit für die Vorbereitung und eventuelle Rückfragen zu haben.
- Einer der wichtigsten Punkte bei der Studienbewerbung sind die Fristen. Es ist unbedingt empfehlenswert, sich frühzeitig auf den Webseiten der Hochschulen zu informieren, da sich Fristen jederzeit ändern können. Zum Sommersemester starten nur wenige Studiengänge – der Hauptbewerbungszeitraum liegt in der Regel im Wintersemester.
- Zunächst ist zu klären, ob der gewünschte Studiengang zulassungsbeschränkt ist (mit Numerus Clausus, NC) oder nicht. Das kann man der Studiengangsliste auf unserer Webseite entnehmen. Dafür wählt man den Punkt „Zugangsvoraussetzungen“ aus, sodass nur bestimmte Studiengänge mit oder ohne NC eingesehen werden können.
- Im Fall eines NC-beschränkten Studiengangs ist zusätzlich auf eine Anmeldung über hochschulstart.de zu achten, damit eine Priorisierung der Studiengänge und Synchronisierung von Daten erfolgen kann.
- Zur Erhöhung der Chancen bietet es sich an, mehrere Bewerbungen parallel einzureichen. Man darf zu jedem Semester bis zu drei gleichrangige Zulassungsanträge für Studiengänge der BHT stellen. Man kann sich auch immer wieder bewerben. Dabei verbessern sich die Chancen, über die Wartezeit einen Platz zu bekommen – aber nur, wenn Ihr Kind in dieser Zeit nicht etwas anderes studiert.
- Außerdem verlangen manche Studiengänge ein Vorpraktikum, das vor dem Studienbeginn absolviert werden muss. Daher ist es wichtig, alle Hinweise und Anleitungen sorgfältig zu lesen und die häufig gestellten Fragen (FAQ) zu beachten.
Darüber hinaus sollte Ihr Kind regelmäßig seine E-Mails und Nachrichten im Bewerbungsportal abrufen sowie den Briefkasten kontrollieren, um keine wichtigen Mitteilungen zu verpassen. Falls es persönlich nicht zu erledigen ist, kann eine Vollmacht sinnvoll sein. In diesem Fall sollten vorbereitete Nachweise und Dokumente an eine Vertrauensperson übergeben werden.
BHT bietet für Studierende einige Workshops an, wie zum Beispiel „Studieren an der BHT“ und „(M)ein Studienplatz an der BHT“. Diese sind besonders hilfreich, wenn man sich bei dem Entscheidungs- oder Bewerbungsprozess unsicher oder verloren fühlt. Informationen dazu sind auf unseren Seiten abrufbar.
Die beste Art und Weise sich über die spezifische Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren sind folgende Offline-Veranstaltungen: Sozialberatung des Studierendenwerks Berlin und „Studieren mit Stipendium“ bzw. „Wie finanziere ich mein Studium“ an der BHT.
Während des Studiums gibt es an der BHT noch zahlreiche Unterstützungsangebote, die Studierenden helfen, Herausforderungen erfolgreich zu meistern – sowohl fachlich als auch persönlich.
Ob Studienberatung, psychologische Hilfe, Mentoring oder Workshop, Sie können dabei helfen, ihr Kind auf die vorhandenen Angebote aufmerksam zu machen und es zu ermutigen, frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen – das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Weitsicht.
Niemand soll mit Problemen allein bleiben.
P.S.: Wir erleben auch ab und zu Fälle aus denen es sichtbar wird, dass viele Eltern eine falsche Idee von der Unterstützung haben.
So berichtet "Zeit Online" von einem System namens Class120, das für 199 Dollar im Jahr erhältlich ist und Eltern in Echtzeit benachrichtigt, „wenn das Kind sich nicht zu Unterrichtsbeginn in der Nähe des Kursraums befindet“. Die Technik basiert auf einem GPS-Tracker im Smartphone und wird mit dem bezeichnenden Satz eingeleitet: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ (Gerstlauer, 2015). Ein solcher Fall wiederspricht natürlich allem, was gute Beziehungen zwischen Kinder und Eltern ausmacht.
Laut einem Beitrag auf Spiegel Online rief eine Mutter sogar bei der Universität an, um mitzuteilen, „dass Jana (Name geändert) heute krank sei und daher nicht zur Uni kommen könne“ (Klovert, 2015).
Solche Beispiele verdeutlichen die überzogene Fürsorge mancher Eltern – selbst in einem Lebensabschnitt, der eigentlich von zunehmender Selbstverantwortung geprägt sein sollte.