Konstruktions- und Produktionsfehler können für Unternehmen schnell sehr teuer werden – vor allem bei mechatronischen Komponenten. Um festzulegen, wann Abweichungen vom Idealzustand unbedenklich sind und ab wann sie zum Problem werden, setzen produzierende Unternehmen Toleranzmanagementsysteme ein. Sie nehmen dabei jedoch oft nur die einzelnen Teile in den Blick. Komplexere Baugruppen wie Platinenbaugruppen mit Sensoren oder Steckverbindungen können sich aber auch während der Montage verformen, sodass erst später im Prozess Fehler entstehen.
Das Projektteam von „TolMan“ entwickelt deshalb ein ganzheitliches computergestütztes Verfahren, das alle fertigungsbedingten Abweichungen vom Idealzustand erfasst und ins Toleranzmanagement überführt. Dabei messen sie, welche Einflüsse auf die Bauteile wirken und koppeln die Ergebnisse mit den üblichen Computersimulationen, um aussagekräftigere Toleranzwerte zu generieren. Am Ende soll eine Richtlinie für die optimale Toleranzfestlegung einzelner Komponenten entstehen.
04.2018 - 09.2020
assoziierte Partner:
Institut für angewandte Forschung Berlin e. V.
Prof. Dr.-Ing. Karsten Pietsch
Fachbereich VII – Elektrotechnik – Mechatronik – Optometrie