Die öffentliche Verwaltung stärken

Forschende von BHT und HWR untersuchen in einem neuen Projekt, wie mathematisch-statistische Methoden, Methoden des maschinellen Lernens sowie KI eingesetzt werden können, um Bedarfe nach öffentlichen Dienstleistungen verlässlich vorherzusagen. Das BMFTR fördert das Vorhaben.

Eine hölzerne Bank steht vor einem Treppenaufgang zwischen zwei grünen, ornamentierten Säulen. Der Fußboden ist gefließt, im Hintergrund sind zwei große Sprossenfenster im Anschnitt zu sehen.
Blick in die Vorhalle des Rathauses Spandau. Bild: Spuno - STOCK.ADOBE.COM

Wie viel Personal müssen die Bürgerämter zu welchen Zeiten einsetzen, damit Wartezeiten von Bürger*innen möglichst kurz sind? Und welche Schulen werden mittelfristig neue Lehrkräfte brauchen? Das Team im Projekt PROVIS will helfen, Fragen wie diese zu beantworten. Dafür entwickelt Prof. Dr. Thomas Winter (Fachbereich II) gemeinsam mit Forschenden der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR) ein Software-Tool, das verlässliche Prognosen liefert und so Planung und Prozesse vereinfacht. Wichtig dabei: Die Ergebnisse müssen erklärbar sein und in unterschiedlicher Datengranularität vorliegen.

Drei Handlungsfelder der Berliner Verwaltung stehen im Projekt exemplarisch im Fokus: Bürgerdienste, Gewerbeaufsicht und Schulen. Mitarbeitende aus den jeweiligen Senatsverwaltungen sind von Beginn an ins Projekt eingebunden. Sie liefern Datengrundlagen, Anforderungen und testen die entstandene Lösung in der Praxis. Am Ende der Projektlaufzeit soll das Prognosetool allen Partnern sowie der Öffentlichkeit Open Source zur Verfügung stehen.

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das Vorhaben im Rahmen des Programms „Forschung an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften – HAW-ForschungsPraxis“. Über die Projektlaufzeit von vier Jahren stehen der BHT rund 525.000 Euro zur Verfügung.

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