Neue Wege in Fabrikplanung und Straßenbau

Fabrikhallen neu ordnen mit Virtual Reality, Straßenbelag nachhaltiger gestalten mit recycelbaren Komponenten: Mit „HOPE“ und „AsPHAlt“ gingen im Januar zwei neue BHT-Forschungsprojekte an den Start. Das Bundesforschungsministerium fördert die Vorhaben.

Links: Ein Bioreaktor. Rechts: Eine Person mit VR-Brille steht vor einer Leinwand, auf der ein digitaler Fabrikplan zu sehen ist.
Links: Ein Bioreaktor zur Herstellung von Biopolymeren. Rechts: Fabrikplanung mithilfe von VR. Bild: Links: Christian Kielmann, rechts: Gorodenkoff - stock.adobe.com

HOPE (Holistic Open Planning Environment)

Noch sind es vor allem große Unternehmen und Ingenieurbüros, die Virtual Reality in der Planung von Fabriken und Anlagen nutzen. Sie sparen Zeit und Geld, indem sie mögliche Hallenlayouts virtuell begehen und ihre Planungen anschließend leichter anpassen können. Die benötigte Hard- und Software ist jedoch oft kostspielig.

Ziel im Forschungsprojekt „HOPE“ (Holistic Open Planning Environment) ist es, diese Technologien auch für KMU erschwinglich zu machen. Dazu entwickelt das Team um Prof. Dr.-Ing. Tim Mielke (Fachbereich VIII) und Prof. Dr. Kristian Hildebrand (Fachbereich VI) eine kostengünstige und leicht bedienbare Variante dieser virtuellen Planungstools.

Das Projekt „HOPE“ ist Teil des Bündnisses MR4B (Mixed Reality For Business), das Mixed-Reality-Anwendungen in Verbindung mit KI-Technologien für Industrie und Handwerk in der Metropolregion Berlin-Brandenburg entwickelt.

AsPHAlt – PHA-basiertes nachhaltiges Biopolymer für hochleistungsfähige Asphaltmischungen

Das Verbundprojekt „AsPHAlt“  legt den Fokus auf die Straße. Das Ziel: Asphaltmischungen, die mit weniger Additiven und erdölbasierten Polymeren auskommen und besser recycelbar sind. Basis dafür sind unter anderem mikrobiell gebildete Kunststoffe, die aus öl- und fetthaltigen Reststoffen erzeugt und in Bindemitteln für Straßenbeläge eingesetzt werden können.

Das Team um Prof. Dr.-Ing. Sebastian Riedel (Fachbereich VIII) widmet sich im Projekt dem Herstellungsprozess genau dieser Biopolymere. Zum Verbund gehören neben der BHT die RWTH Aachen sowie die Industriepartner ANiMOX GmbH, HPX Polymers GmbH, Stutz GmbH und Carbon Minds GmbH. 

Gefördert durch das BMFTR

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert beide Vorhaben für einen Zeitraum von jeweils drei Jahren, „HOPE“ im Rahmen des Programms WIR! – Wandel durch Innovation in der Region und „AsPHAlt“ über KMU-innovativ: Materialforschung.

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