Neues Leben für die künstliche Sonne

Siebzehn Jahre ist er alt, der Prüfstand für Solarkollektoren im Labor für konventionelle und erneuerbare Energien. Dank einer Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bekommt er nun Ersatz für verschlissene Teile, neue Rechner-Hardware – und einen Vorhang.

Der Solarkollektorenprüfstand in Aktion: Acht Lampen hinter einer großen Glasscheibe bilden die künstliche Sonne, die auf eine Trägerkonstruktion scheint. Die Gestänge des Geräts sind rot, die Lampen eingeschaltet.
Wird generalüberholt: Der Prüfstand für Solarkollektoren im Labor für konventionelle und erneuerbare Energien. Bild: BHT

Mit über 60.000 Watt Leistung und einer Größe von zwei Stockwerken kann die künstliche Sonne im Labor für konventionelle und erneuerbare Energien (KEE) Tageslicht simulieren. Studierende und Forschungsteams um Laborleiter Prof. Christoph Pels Leusden und Prof. Paul Kohlenbach (Fachbereich VIII) untersuchen mit dem Gerät Photovoltaik- oder Solarthermiemodule und andere solar-thermische Anwendungen wie atmosphärische Wassergewinnung mit Sorptionsmaterialien.

Seit zehn Jahren steht der Prüfstand für Solarkollektoren im Haus Grashof. Gebaut wurde er bereits 2009. Mithilfe einer Förderung durch die DFG wird das Gerät nun generalüberholt, bekommt Ersatz für verschlissene Teile und eine neue Rechner-Hardware. Außerdem löst das Laborteam mit der Förderung ein weiteres Problem. Bislang steht der Prüfstand frei in der Laborhalle und darf aus Sicherheitsgründen nicht zeitgleich mit anderen Geräten genutzt werden. Mit dem Geld kann das Team einen schweren Vorhang samt Trägerkonstruktion montieren, der das Gerät vom Rest der Halle abschirmt. Verschiedene Laborarbeiten können dann gleichzeitig stattfinden, ob für Forschungsprojekte oder Lehrveranstaltungen.

Die Hälfte der Kosten für die Modernisierung des Prüfbestands übernimmt die DFG (Programm „Forschungsgroßgeräte“), die andere Hälfte übernimmt der Fachbereich VIII.

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