Studis bringen besseres Klima in den Park

Vom Entwurf bis zur Baustelle: Landschaftsarchitektur-Studierende der BHT gestalten den Wilmersdorfer Hochmeisterplatz neu. Sie setzen auf mehr Schatten, Kühlung, Artenvielfalt und Aufenthaltsqualität. Ein dichter, kleinräumiger Wald soll zu einem Klimahain heranwachsen.

Illustration eines Platzes mit Grünflächen, Laubbäumen hinter einem Staketenzaun, Staudenbeeten und einem zentralen Weg aus Rindenmulch
Der geplante Klimahain (links) soll das Mikroklima verbessern Bild: Moritz Velden

Der Hochmeisterplatz in Berlin-Wilmersdorf wurde zuletzt in den 1970er-Jahren umgestaltet. Im Lauf der Zeit ist das zentrale Parkareal heruntergekommen. Die Wiese, damals wellenförmig angelegt, um sportliche Aktivitäten zu verhindern, wirkt abweisend. Lückige Hecken und Gehölzgürtel umranden das Gelände.

Bald soll aus dem Schandfleck wieder eine einladende Parkanlage entstehen. Einen entscheidenden Beitrag leisten Studierende der Berliner Hochschule für Technik (BHT). Sie haben den Entwurf für die Neugestaltung entwickelt, den sie ab Juni 2026 vor Ort auch selbst umsetzen werden.

Die 15 Studierenden im Bachelor Landschaftsarchitektur haben das Konzept im Wintersemester 2025/2026 entworfen. Es entstand im Modul „Projekt Objektplanung“ von Prof. Dr. Inés Maria Rohlfing am Fachbereich V – Life Sciences and Technology. Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf stimmte anschließend dem Vorschlag zu.

Im Februar 2026 präsentierten die Studierenden die Pläne dem Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz des Abgeordnetenhauses von Berlin. „Für die Studierenden ist dieses Projekt eine einmalige Gelegenheit, Planung nicht nur theoretisch zu durchdringen, sondern reale Verantwortung für den Stadtraum zu übernehmen“, sagt die Professorin Inés Maria Rohlfing.

Klimahain bringt Kühlung und mehr Artenvielfalt

Die Neugestaltung des Hochmeisterplatzes erfolgt im Rahmen des „Bezirklichen Anpassungskonzepts an die Folgen des Klimawandels“ (BAFOK) für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Verdunstung, Schattenbildung sowie Kühlung sollen für ein besseres lokales Klima sorgen. Ebenso soll dies Artenvielfalt und den natürlichen Lebensraum verbessern.

Zentrales Element ist der angedachte Klimahain. Auf rund 400 Quadratmetern entsteht ein dichter, kleinräumiger Wald an der nördlichen Seite. Mit einem Staketenzaun soll der Bereich umzäunt und im Laufe der Jahre gezielt zum Klimahain entwickelt werden.

Die große Grünfläche des Hochmeisterplatzes soll nach Plänen der Studierenden zukünftig über mehrere Zugänge von Westen und Norden aus zugänglich sein. Ergänzend sollen Zierkirschen gepflanzt werden, die den darunter liegenden Sitztreppen Schatten spenden und den Park kühlen. Die Bäume sollen damit zu einem angenehmen Aufenthalt in den Sommermonaten beitragen.

Studierende packen ab Juni selbst mit an

Im Juni beginnen die Umgestaltungsarbeiten, zunächst mit der Instandsetzung der Mauern. Diese werden durch hochwertige Naturstein-Sitzblöcke ersetzt. Neben den Studierenden der BHT werden ebenso Auszubildende des Grünflächenamtes an der Baustelle tätig sein.

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