IFAF macht weiter – neue Berlin-Projekte

Die Finanzierung des Instituts für angewandte Forschung Berlin (IFAF) ist beschlossene Sache. Damit ist auch die Förderung von Forschungsprojekten gesichert, an denen sich die BHT beteiligt. Im Fokus: Krisenkommunikation mit der Bevölkerung und Robotik-Unterstützung in der Pflege.

Windrad, Bäumen, Controller, Gebäuden, Menschen und dem Berliner Fernsehturm bilden ein Netzwerk, Text: Vier Partner, eine Mission
Bild: IFAF Berlin

Lange stand die Zukunft des Instituts für angewandte Forschung Berlin (IFAF) auf der Kippe. Nun hat der Berliner Senat entschieden, den gemeinsamen Forschungsverbund der vier Berliner Hochschulen für Angewandte Wissenschaften weiterhin zu fördern. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Forschung mit hoher Relevanz für Berlin finanziell unterstützt wird“, sagt Prof. Dr. Joachim Villwock, Vizepräsident für Forschung und Transfer an der Berliner Hochschule für Technik (BHT) sowie Vorsitzender des IFAF.

Die Förderung beträgt für 2026 und 2027 jeweils zwei Millionen Euro und ist mit einer strategischen Neuausrichtung verbunden. Anstatt weiterhin viele kleine Vorhaben zu fördern, konzentriert sich das Land Berlin auf einzelne größere Projekte. Die Förderung von drei Vorhaben ist beschlossen, an zweien davon ist die BHT beteiligt.

Resiliente Krisenkommunikation für Berlin

Eines der Forschungsprojekte ist KRIKO-BE | Krisenkommunikation und Governance in Berlin. Es greift eine kommunikative Schwachstelle auf, die die kürzlichen Stromausfälle in der Hauptstadt offengelegt haben. Im Krisenfall erreichen Informationen die Bevölkerung oftmals zu spät oder gar nicht. In dem Projekt untersuchen Forscher*innen, wie sich technische Innovation und soziale Praxis in der Krisenkommunikation verbinden lassen.

Ziel ist es, konkrete Lösungen für reale Krisenszenarien zu entwickeln und die Kommunikation in Berlin resilienter, inklusiver und praxistauglicher zu gestalten. An dem mit zwei Millionen Euro geförderten Verbundprojekt ist der Fachbereich VI der BHT mit Prof. Dr. Zbigniew Jerzak und Prof. Dr. Kristian Hildebrand beteiligt.

Robotik in der Pflege

Eine finanzielle Unterstützung von einer Million Euro erhält das Verbundprojekt Robo4Care | Robotics for Care Enhancement. Im Fokus steht die Frage, wie die Robotik den Fachkräftemangel in der Pflege und die Belastung des Personals ausgleichen kann. Exoskelette und Assistenzroboter gelten als vielversprechend, konnten sich jedoch bislang kaum durchsetzen.

Das Projekt verzahnt technische Entwicklung mit pflegewissenschaftlicher Forschung, um Rückschlüsse für den Praxiseinsatz zu gewinnen. Neben einem Robotik-Demonstrator und einer Komfort-Metrik für Exoskelette soll ein Leitfaden für Pflegeeinrichtungen entstehen. Zum Forschungsteam von Robo4Care gehören Prof. Dr. Ivo Boblan und Prof. Dr. Hannes Höppner, beide Fachbereich VII der BHT.

IFAF Berlin

Das IFAF Berlin bündelt die Forschungskompetenz der vier staatlichen Berliner Hochschulen für angewandte Wissenschaften und fördert interdisziplinäre Projekte zu zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen. Ziel ist es, praxisnahe Lösungen zu entwickeln und den Transfer von Hochschulwissen in Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu stärken.

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