Wie können Fachkräfte in Pflege- und Heilberufen entlastet werden? Das Forschungsteam von „Robo4Care“ sucht Lösungen – und will körperlich schwere Hebe- und Haltetätigkeiten sowie repetitive Aufgaben zum Beispiel bei der Medikamentengabe mit robotischen Assistenzsystemen unterstützen.
Fürs erste Anwendungsszenario erforscht das Team den Einsatz von Exoskeletten. Wie steht es um deren Akzeptanz bei den Fachkräften, wie nutzen sie diese und welchen Nutzen bringen sie? Diese Fragen wollen die Forschenden in einer Studie beantworten und die Exoskelette anschließend für den Einsatz in der Pflege optimieren. Der Tragekomfort spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Bei der Medikamentengabe soll ein humanoider Roboter mit den in den vergangenen Jahren an der Hochschule entwickelten softrobotischen Händen unterstützen. Im Fokus stehen Aufgaben wie das Öffnen von Blisterverpackungen und das Richten von Medikamenten. Das Forschungsteam untersucht Machbarkeit, Sicherheit und Akzeptanz sowie mögliche Zeiteinsparungen im Pflegealltag. Ziel ist ein Teleoperations- und Greifsystem, das als Demonstrator für weitere Untersuchungen dient und Pflegekräfte entlasten soll.
Die Zusammenarbeit mit Fachkräften aus der Pflege ist Basis für das Forschungsvorhaben. Sie sind in alle Arbeiten eingebunden und teilen Erfahrungen aus ihrem Arbeitsalltag. Außerdem will das Forschungsteam dauerhafte Pflege-Forschung-Praxis-Kooperationen etablieren und die pflegewissenschaftliche Infrastruktur stärken.
01.2026 - 12.2027
assoziierte Partner:
Land Berlin – Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege / Institut für angewandte Forschung Berlin e. V.
Berliner Hochschule für Technik