Transparente Stadtplanung

Wachstum zum Anfassen: Das Projekt INSPIRER will Bürger*innen transparenter in Entscheidungen der Stadtplanung miteinbeziehen. Die Forschenden, unter ihnen die BHT-Professorinnen Margitta Pries und Ute Wagner, setzen dafür auf neuartige 3D-Anwendungen und Virtuelle Realität.

Bild: ©HTW Berlin / Changing Cities e.V.

Die Forscher*innen des Projektes INSPIRER – „Partizipation in Stadtplanungsprozessen in virtuellen und realen Räumen" wollen Stadtplanungsentwürfe realitätsnäher gestalten und räumlich erfahrbar machen. Dafür setzen Sie Mixed-Reality-Technologie ein: Mithilfe von intuitiven, virtuellen Anwendungen können Bürger*innen so künftig Kritik oder Vorschläge zu Bauvorhaben äußern.

Im Fokus des Projekts steht die Frage, welche Technologien für die Einbindung der unterschiedlichen Nutzergruppen besonders geeignet sind. Dabei werden ethische, rechtliche und soziale Aspekte betrachtet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Projekt unter Federführung der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) mit insgesamt acht Partnern im Zeitraum von August 2021 bis Juni 2024 mit einer Summe von 1,8 Millionen Euro.

BHT-Teilprojekt: Virtuelle Teilnahme

Zu den Projektpartnern gehört auch die Berliner Hochschule für Technik (BHT). Im Fokus des BHT-Teilprojektes, das Prof. Dr. Margitta Pries und Prof. Dr. Ute Wagner vom Fachbereich Mathematik leiten, steht die Erstellung einer Virtual-Reality-App und eines Stadtmodell- und Planungsservers.

Die VR-App soll eine Visualisierung städtebaulicher Entwürfe sowohl im virtuellen Raum als auch auf einem Monitor unterstützen. So können auch Benutzer*innen ohne passende Hardware-Ausstattung die Anwendung nutzen – und zwar unabhängig von der Tageszeit oder vom Aufenthaltsort.

Mithilfe des Stadtmodell- und Planungsservers sollen Nutzer*innen Stadtplanungsentwürfe erstellen und verändern können. Das System soll Änderungen dabei in Echtzeit im virtuellen Raum darstellen. Margitta Pries, Ute Wagner und ihr Team arbeiten dafür an geeigneten Ansätzen, um die geometrischen Daten auf dem Server zu erweitern und zu aktualisieren. Vorgesehen sind auch der Aufbau einer Objekt-Bibliothek und die Erarbeitung von speziellen Methoden zur Objekterkennung.

Prof. Dr. Wagner betont:

„Prof. Dr. Pries und ich haben durch unsere Expertise auf dem Gebiet geometrischer Modellierung und Anwendungen der Computergeometrie bereits in mehreren, hauptsächlich technisch ausgerichteten Verbundprojekten zum Erfolg beigetragen. Das Neue und Spannende an INSPIRER ist für uns, dass sowohl soziologische als auch technologische Forschungsfragen adressiert werden, was sich auch in einem stark diversen Forschungskonsortium widerspiegelt. Durch den partizipativen Ansatz entsteht eine breite Außenwirkung des Projekts. Wir freuen uns, damit die Kompetenz unserer Hochschule im Bereich moderner Kommunikationsstrukturen für die Stadt der Zukunft stärken zu können."

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