Zwischen Thesis, Teamgeist und Tischgesprächen

Ann-Kathrin Laufs (Career Service I Schreiblabor) berichtet von ihrer Erasmus+ geförderten Staff Mobilität in Finnland

Eine junge Frau mit hellblauer Jeans, schwarzem Oberteil, Rucksack und Umhängetasche steht lächelnd auf Kopfsteinpflaster vor einem Gebäude und zeigt auf den Schriftzug "Yrkeshögskolan NOVIA".
Bild: Ann-Kathrin Laufs

Wie alles begann: Von Berlin nach Turku

Wie kommt man im April eigentlich in den hohen Norden? In meinem Fall deutlich unkomplizierter als gedacht: Zunächst kam eine gute Empfehlung – meine Vorgesetzte Katja Weltin (Referat Career Service) wurde durch Olivia Key (Referat für Internationale Angelegenheiten) auf die International Staff Week an der Novia University of Applied Sciences im finnischen Turku aufmerksam. Daraufhin wurde ich als Teilnehmerin vorgeschlagen – was ich sehr gern angenommen habe – nicht zuletzt, weil das Thema der Woche „Final Theses from Different Perspectives“ hervorragend zu meiner Arbeit als Schreibberaterin (QIO-Projekt) passt. Die Antragsstellung über das Referat für Internationale Angelegenheiten verlief anschließend erfreulich schnell und unkompliziert. Und wenig später fand ich mich tatsächlich in Turku wieder.

Abschlussarbeiten neu gedacht

Im Rahmen eines dreitägigen Programms wurden Abschlussarbeiten aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven beleuchtet – von Gesundheit bis Seefahrt. Im Fokus standen praxisorientierte Formate, etwa projektbasierte oder tagebuchgestützte Arbeiten für berufstätige Studierende.

Internationaler Austausch: Vernetzen, vergleichen, weiterdenken

Ein zentrales Thema war zudem der Umgang mit Künstlicher Intelligenz: Wie verändert sie wissenschaftliches Arbeiten? Was bedeutet das für Bewertung, Betreuung und gute wissenschaftliche Praxis? Schnell wurde klar: Ganz Europa steht hier vor ähnlichen Fragen – und hat noch nicht auf alles eine fertige Antwort. Umso wertvoller war der offene Austausch. Neben dem Gastgeber Finnland, brachten Teilnehmende aus Rumänien, Österreich, Deutschland und der Ukraine unterschiedliche Perspektiven ein. Die gemeinsame Ausgangslage eröffnet zugleich die Perspektive, über die Staff Week hinaus in Kontakt zu bleiben, um sich kontinuierlich zu diesem Thema weiter auszutauschen und voneinander zu lernen.

Praxis trifft auf Kreativität – ein besonderes Highlight

Ein besonderes Highlight war ein von Studierenden organisiertes Willkommensdinner. Studierende der Business-Fakultät, die im Rahmen ihres Studiums eine eigene Catering- und Eventfirma betreiben, verwandelten einen Vorlesungssaal in einen Dinner Saal und servierten ein Drei-Gänge-Menü, dazu kurzweilige Spiele und ein Quiz zur finnischen Kultur – und jede Menge Gesprächsstoff. Spätestens hier wurde deutlich, was „angewandte Hochschule“ in Turku konkret bedeutet: Eine beeindruckend enge Verzahnung von Studium und Praxis, kombiniert mit Kreativität und Professionalität.

Warum sich der Blick über den Tellerrand lohnt

Die Teilnahme an der International Staff Week hat mir neue fachliche Impulse gegeben, meinen Blick auf den europäischen Hochschulraum erweitert und gezeigt, wie wichtig Austausch und Vernetzung gerade in Zeiten von Transformation sind. Oder kurz gesagt: Wer die Chance auf eine Personalmobilität hat, sollte sie nutzen – im besten Fall gibt es neben neuen Perspektiven auch noch ein hervorragendes Abendessen dazu.

Gefördert durch Erasmus+

Haben Sie Interesse an einer Erasmus+ Staff Mobility? Eine Interessensbekundung für eine fachlich passende Erasmus+ Staff Mobility ist jederzeit möglich. Mehr Informationen finden Sie auf den Seiten des Referats für Internationale Angelegenheiten. Erasmus+ Staff Weeks finden Sie auf der Seite IMOTION.

Möglich gemacht werden diese tollen Erfahrungen durch das europäische Erasmus+ Programm.

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