Roboter NAO als Lernpartner

BHT im Zentrum europäischer Bildungsinnovation: Vom 30. Juni bis 1. Juli trafen sich Partner des Erasmus+-Projekts MyRobot MyLearnmate an der BHT. Das Ziel: Humanoide Roboter wie NAO in der Schule nutzen – für MINT-Förderung, Inklusion und Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Gruppenbild auf einer Treppe
Vertreter*innen von Partnerinstitutionen aus Portugal, Polen, Kroatien und Deutschland zusammen kamen an der BHT zusammen, um den Einsatz humanoider Roboter im Bildungsbereich voranzutreiben Bild: BHT/Jansen

Vom 30. Juni bis zum 1. Juli 2025 fand das zweite transnationale Partnertreffen des europäischen Bildungsprojekts MyRobot MyLearnmate an der Berliner Hochschule für Technik (BHT) statt. Das von der Europäischen Kommission im Rahmen von Erasmus+ geförderte Projekt bringt Partnerinstitutionen aus Portugal, Polen, Kroatien und Deutschland zusammen, um den Einsatz humanoider Roboter im Bildungsbereich voranzutreiben.

Ziel des Treffens war es, den bisherigen Projektverlauf zu reflektieren, zentrale Ergebnisse aus den ersten Arbeitspaketen zu diskutieren und die nächsten Schritte in der Entwicklung praxisnaher Fortbildungsangebote für Lehrkräfte zu planen.

Ein Schwerpunkt lag auf der Vorstellung des modularen Trainingskonzepts für den Einsatz des NAO-Roboters in schulischen Lernumgebungen. Die Partner diskutierten sowohl didaktische als auch technische Herausforderungen und Chancen, insbesondere im Hinblick auf inklusive Bildung und den fachübergreifenden Kompetenzerwerb in MINT-Fächern.

MyRobot MyLearnmate

Das Projekt MyRobot MyLearnmate verfolgt das Ziel, den Schulunterricht im MINT-Bereich durch den Einsatz humanoider Roboter und Künstlicher Intelligenz innovativ zu gestalten. Wissenschaftler*innen der BHT kooperieren dabei mit Forschenden und Lehrkräften aus Kroatien, Polen und Portugal.

Im Zentrum steht der humanoide Roboter NAO, der die Lernmotivation und die Lernergebnisse von Schülerinnen verbessern, Problemlösefähigkeiten, logisches Denken und Kreativität fördern sowie Teamarbeit unterstützen soll.

Thematisch liegt der Fokus auf den Herausforderungen des Klimawandels und der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ein besonderer Aspekt ist zudem die Inklusion: Das Projekt untersucht, wie NAO gezielt in der Arbeit mit Schülerinnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf eingesetzt werden kann.

Die beteiligten Hochschulen entwickeln Trainingsmaßnahmen für Lehrkräfte und fachspezifische Unterrichtskonzepte. Die Partnerschulen wirken aktiv an der Entwicklung mit und erproben die entwickelten Szenarien direkt im Unterricht. Begleitende wissenschaftliche Studien untersuchen die Potenziale und Herausforderungen der Mensch-Roboter-Interaktion in schulischen Kontexten.

Am Ende entsteht ein frei zugängliches Repositorium mit Schulungsmaterialien, Unterrichtsszenarien und didaktischen Leitfäden.

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