FLINTA* IN MINT

Die Ausstellung FLINTA* IN MINT macht inspirierende Persönlichkeiten sichtbar, deren Leistungen Wissenschaft und Technik bis heute prägen – obwohl ihre Beiträge oft lange übersehen wurden.

Poster in Lila und Gelb zum Thema FLINTA in MINT mit Text und gezeichneten Frauen-Porträts
Die Ausstellung FLINTA in MINT ist im Foyer des Hauses Bauwesen zu sehen. Die Portraits wurden übrigens von Susanne Plaumann, der Zentralen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der BHT, gezeichnet. Bild: BHT

Zum Pride Day am 23. Juli eröffnete das Frauen- und Gleichstellungsbüro der BHT  im Haus Bauwesen, an den Fenstern der GLASBOX, die Ausstellung FLINTA* IN MINT.

Für die Ausstellung hat das Team der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten nach inspirierenden Personen gesucht, deren Errungenschaften bis heute relevant sind. Die Auswahl in der Ausstellung ist der Auftakt für die FLINTA* in MINT-Reihe.

Die Biografien zeigen, welche strukturellen Hürden das Berufsfeld bis heute prägen. Der Zugang zu Bildung hängt von Geschlecht, sozialer und geografischer Herkunft ab:

  • Welche Bildung haben die eigenen Eltern?
  • Kann die Familie Schule und Studium finanzieren?
  • Gibt es freien Zugang zu Bildung oder staatliche Einschränkungen?
  • Welche Unterstützungssysteme erleichtern Kindern und Jugendlichen den Bildungsweg? Auch Menschen mit gesundheitlichen Besonderheiten? 
  • Spielt die Hautfarbe eine Rolle?
  • Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen sich häufig über familiäre und soziale Netzwerke. Wer kennt wen und wo eröffnet sich ein Gelegenheitsfenster?
  • Care-Aufgaben beeinflussen den beruflichen Werdegang, weil Zeit eine begrenzte Ressource ist.
  • Auch Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung wirken sich auf berufliche Chancen aus.

Eine Karriere in MINT ist daher nicht allein von Talent und Fachexpertise abhängig, sondern auch von gesellschaftlichen Machtverhältnissen und Beziehungen. Gleichzeitig zeigen die porträtierten Personen, dass sich Widerstände überwinden lassen. Viele von ihnen haben sich trotz schwieriger Voraussetzungen für Bildung, Chancengerechtigkeit und Menschenrechte eingesetzt oder tun dies bis heute.

Wozu Rollenvorbilder?

Rollenvorbilder machen sichtbar, wer Wissenschaft und Technik geprägt hat und wessen Beiträge lange übersehen wurden. Sie schaffen Identifikationsmöglichkeiten, erweitern Perspektiven und ermutigen dazu, Interessen unabhängig von Geschlechterstereotypen zu verfolgen.

Die Hochschule setzt sich an der Schnittstelle zu Schule und Gesellschaft dafür ein, ihre Studiengänge in ihrer Vielfalt sichtbar zu machen und den Zugang durch niedrigschwellige Informationen, historische Einordnungen sowie Rollenvorbilder zu erleichtern.

Die Ausstellung ist weiterhin im Foyer des Hauses Bauwesen zu sehen.


FLINTA*: FRAUEN, LESBEN, INTER, NICHTBINÄR, TRANS, AGENDER PERSONEN

MINT: MATHEMATIK, INFORMATIK, NATURWISSENSCHAFTEN, TECHNIK

Zurück

Weitere Meldungen