Studierende der Berliner Hochschule für Technik (BHT) haben den 99-Euro-Bioreaktor-Wettbewerb des Netzwerks Bioverfahrenstechnik Dresden für sich entschieden. Das interdisziplinäre Team aus acht Studierenden der Bachelorstudiengänge Biotechnologie und Mechatronik belegte mit ihrem „Growzilla“ den ersten Platz. Die Gruppe setzten sich gegen zwölf weitere Teams aus anderen Hochschulen durch.
Nachhaltige Proteinquelle
Aufgabe des jährlich ausgetragenen Wettbewerbs war es, einen Bioreaktor zu entwickeln. Er sollte die Hefe Cyberlindnera jadinii selbstständig kultivieren und innerhalb von 24 Stunden möglichst viel proteinreiche Biomasse (Single Cell Protein) erzeugen.
Als Single Cell Protein (SCP) wird der Proteinanteil der mikrobiellen Biomasse bezeichnet, welche anschließend als Proteinquelle genutzt werden kann. SCP aus der Hefe Cyberlindnera jadinii, die Ethanol als Kohlenstoffquelle nutzt, gilt nach Angaben des Netzwerks Bioverfahrenstechnik Dresden als vielversprechende nachhaltige Proteinquelle für Futtermittel und möglicherweise auch für Lebensmittel.
Reaktionssystem konzipiert und realisiert
Die teilnehmenden Teams sollten das Reaktionssystem einschließlich der Prozesssteuerung konzipieren und realisieren. Die Materialkosten für den gesamten Versuchsaufbau durften 99 Euro allerdings nicht überschreiten.
Das Siegerteam der BHT in Dresden bestand aus Lina Kaßler, Lia Kintzel, Marie Noack, Christian Koepke, Natalia Belova, Diana Menzel, Momo Jäckel und Mathis Gericke. Insgesamt hatten 13 Studierende daran mitgewirkt und an der BHT zunächst zwei Bioreaktoren entwickelt.
Betreut wurde das Projekt von Prof. Dr. Vicky Goralczyk, Prof. Dr. Simon Boecker und Prof. Dr. Steffen Kreye aus dem Fachbereich V | Life Sciences and Technology sowie von Prof. Dr. Lars Henning aus dem Fachbereich VII | Elektrotechnik – Mechatronik – Optometrie.