Summer Schools: MINT für die Jüngsten

Diesen Sommer warfen junge Schüler*innen unter professioneller Anleitung einen Blick in die technischen Studiengänge der BHT – und vielleicht in ihre eigene Zukunft. Ob beim Löten oder Lasercutten, beim Programmieren oder in der Virtuellen Realität: Selber machen statt nur zuschauen lautete das Motto.

Junge mit Schutzbrille in Batik-Shirt lötet etwas auf einen Platine in einem Lehr-Labor
Neben Löten lernten die Schüler*innen bei den Summer Schools auch mehr über Programmieren, 3D-Druck, Lasercutter und Roboter. Bild: BHT

Hochschulen bilden Studierende aus. So weit, so richtig.
Doch an der Berliner Hochschule für Technik (BHT) konnten in diesem Sommer auch technikinteressierte Fünft- und Sechstklässler*innen einen Einblick in das Hochschulleben erhalten und an zwei Summer Schools auf dem Hochschulcampus teilnehmen.

Technik für grüne Mitbewohner

Der Bau einer eigenen Bewässerungsanlage für Zimmerpflanzen stand im Mittelpunkt einer einwöchigen Summer School im Juli 2026.

Die 15 Mädchen und 17 Jungen besuchten zunächst gemeinsam mit Prof. Thorsten Röcksch das Gewächshaus- Labor auf dem BHT-Campus und erfuhren mehr über die Bedürfnisse der Pflanzen.

Beim anschießenden Löten einer Platine erfuhren die Ferien-Wissenschaftler*innen, was praxisnahe Hochschule bedeutet. Regina Lindner, Peter Schulz-Profittlich, Claudia Schneeweiss und Prof. Ingeborg Beckers, die die Kinder anleiteten, zeigten sich begeistert von deren Konzentration und Lernbegierde.

Der letzte Schritt zur automatisierten Pflanzenbewässerung war der Mikrocontroller, den die Schüler*innen unter der Anleitung von Prof. Zbigniew Jerzak programmierten.  

„Darf ich hier wirklich studieren?“

Köpfchen und Teamgeist waren außerdem bei der anspruchsvollen Schnitzeljagd über den Campus von Prof. Katharina Höhne gefordert.

Die Schüler*innen konnten sich außerdem in der GLASBOX, dem Makerspace der BHT, an 3D-Druck und der Arbeit mit dem Lasercutter versuchen. Im Labor für Fertigungsverfahren der Mechatronik lernten sie gemeinsam mit Prof. Natalie Milahin Wasser- und Sandstrahltechnik kennen.

Wie nachhaltigen Eindruck die Woche bei den jungen Teilnehmer*innen hinterließ, zeigte die Frage eines Schülers: „Darf ich hier wirklich studieren?“

Spielerisch Programmieren lernen mit Scratch

Erste Einblicke in die Welt der Informatik erhielten zwölf Schüler*innen bei der IT Summer School im August. Gemeinsam mit Prof. Dr. Selcan Ipek-Ugay und ihren Studierenden lernten die Kinder spielerisch die Grundlagen des Programmierens kennen, entwickelten eigene Spiele und erkundeten verschiedene Labore und Forschungsbereiche der BHT.

Als Einstieg diente Scratch, eine visuelle Programmiersprache, mit der sich eigene interaktive Geschichten und Spiele entwickeln lassen.

Die Nachwuchs-Programmier*innen wurden zunächst Schritt für Schritt angeleitet, doch die motivierte Gruppe setzte die neuen Aufgaben schnell um und konnte schon bald selbstständig an ihren Spielideen arbeiten.

Von der VR-Zone bis zum „Haus der Robotik“

Neben dem Programmieren bot die Woche auch die Möglichkeit, unterschiedliche Bereiche der Informatik an der BHT kennenzulernen. Ab dem zweiten Tag standen verschiedene Exkursionen in Labore und Räume der Hochschule auf dem Programm.

In der VR-Zone der Bibliothek ging es in die Virtuelle Realität, im „Haus der Robotik“ lernten die Schüler*innen unterschiedliche humanoide Roboter kennen und konnten den Mitarbeitenden vor Ort ihre Fragen rund um das Programmieren stellen.

Die Begegnung mit Roboter NAO vom Projekt My Robot, My LearnMate zeigte auf anschauliche Weise, wie Programmierung, Robotik und Interaktion miteinander verbunden werden können.

Zukunft gestalten

Mit Angeboten für Schüler*innen öffnet die BHT ihre Türen und macht MINT-Themen – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – früh erlebbar. Ziel ist es, Neugier zu wecken, Berührungsängste abzubauen und Kindern einen eigenen Zugang zu wissenschaftlichen und technischen Themen zu ermöglichen.

Ob beim Löten, beim Programmieren, beim Ausprobieren von VR-Technologien oder beim Kennenlernen von Robotern: Die Kinder konnten selbst entdecken, wie vielfältig MINT sein kann. Solche Erfahrungen können dazu beitragen, Interessen zu fördern und langfristig Perspektiven für Bildungs- und Berufswege im MINT-Bereich zu eröffnen.

Als Hochschule für angewandte Wissenschaften übernimmt die BHT damit Verantwortung über Studium und Forschung hinaus: Sie bringt Wissenschaft und Gesellschaft zusammen, schafft Begegnungsräume und möchte junge Menschen dazu ermutigen, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten.


Dieser Text ist Teil unserer Reihe BHT für alle. Mission Zukunft.

Technik trifft Verantwortung: An der BHT gestalten wir die Zukunft – im Kiez, in Berlin und weit darüber hinaus. Mit praxisnaher Forschung und Lehre, starken Partnerschaften und klaren Werten übernehmen wir Verantwortung. Wir bilden die Fachkräfte von morgen aus und entwickeln nachhaltige Lösungen für alle. Das ist unsere Mission Zukunft.


Zurück