Landet die BHT in Tegel?

Wie steht es um das Großprojekt TXL und den dort geplanten BHT-Campus? Darüber diskutierte Julia Neuhaus im rbb24-Talk. Damit der anvisierte Einzug 2032 klappt und die BHT als Wachstumsmotor für das Areal wirken kann, fordert sie absolute Priorität und verlässliche Finanzen.

Porträt von Julia Neuhaus, Text in Sprechblase: #WissenSchafftInnovation, im Hintergrund der Tower und Schriftzug des ehemaligen Flughafens Tegel
Bild: BHT

Auf dem ehemaligen Flughafen Tegel sollen ein Wohnquartier gebaut und mit der Urban Tech Republic ein Ort für Forschung, Hochschule, Start-ups, Industrie entstehen. Besonders im Fokus steht der geplante Campus der Berliner Hochschule für Technik (BHT) im denkmalgeschützten Terminal A. Im Juli erfolgte der Spatenstich. Auf rund 25.000 Quadratmetern sollen künftig rund 2.500 Studierende lernen und forschen.

Um die Frage „Tegel - Zukunftscampus oder Milliardengrab?“ ging es in der Sendung rbb24 – der Talk am 6. Oktober. BHT-Präsidentin Dr. Julia Neuhaus war zu Gast und diskutierte mit Volker Wieprecht, Frank Wolters (Geschäftsführer Berlin TXL Management) und Michael Efler (Sprecher für Stadtentwicklung, Die Linke).

Tegel - Zukunftscampus oder Milliardengrab? | rbb24 - Der Talk 2026 | rbb
rbb24 – der Talk, Sendung vom 6. Oktober

Julia Neuhaus gibt sich zuversichtlich und hat klare Forderungen an die Politik:

„Landet die BHT in Tegel? Die Optimistin sagt: Einzug 2032 – realistisch?

Als Berliner Hochschule für Technik (BHT) stehen wir für den neuen Campus im Terminal A bereit. Gestern sprachen wir im „rbb24 der Talk“ über aktuelle Entwicklungen in Tegel mit Volker Wieprecht. Damit das Projekt endlich ein Erfolg wird, erwarte ich von der Politik jetzt neben guten Worten auch ein Handeln:

  1. Absolute Priorität: Der Umbau für die fachliche Nutzung am Campus darf nicht immer kleiner gespart werden, um die Kostensteigerungen durch die lange Wartezeit zu kompensieren - das Projekt gehört ganz oben auf die Agenda des Senats.
  2. Verlässliche Finanzen: Die Politik muss das Geld jetzt verlässlich zur Verfügung stellen. Die Berücksichtigung im Sondervermögen ist ein toller Schritt, aber nicht auskömmlich. Ab 2027/2028 muss deutlich mehr Geld zur Verfügung stehen, als derzeit geplant, damit gebaut werden kann. 
  3. Motor für Wachstum: Unser Campus ist der wissenschaftliche Nukleus für das gesamte Areal. Wenn MINT-Forschung auf Start-ups und Industrie trifft, bringt das Wirtschaftswachstum, Innovationen und langfristig Steuereinnahmen, die Berlin dringend braucht. Jedes verzögerte Jahr ist ein verlorenes für eine prosperierende Innovationslandschaft.“

— Dr. Julia Neuhaus, Präsidentin der Berliner Hochschule für Technik, am 07.10.2026 auf ihrem LinkedIn-Profil

#WissenSchafftInnovation

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