Ideen für Neugestaltung des BHT-Campus

Mehr Aufenthaltsqualität, mehr Campus-Gefühl: Die Freiflächen auf einem Teil des BHT-Geländes sollen aufgewertet werden. Vor dem Start der Planungsarbeiten wurden bei einer öffentlichen Veranstaltung Ideen und Anregungen gesammelt. Zahlreiche Mitglieder der Hochschule und Anwohner*innen kamen.

Ein Mann steht vor einem Plan des Areals
Landschaftsarchitekt Jürgen Weidinger erläutert die Planungssituation. Bild: BHT

Die Außenanlagen des Campus der Berliner Hochschule für Technik (BHT) sollen neu gestaltet werden. Konkret geht es um den Bereich zwischen Haus Bauwesen und Haus Grashof sowie an der Limburger Straße. Der Umbau soll die Aufenthaltsqualität erhöhen, zusätzliche Begrünung schaffen, ein nachhaltiges Regenwassermanagement ermöglichen und die Verbindung zu den angrenzenden Kiezen verbessern. Zum Auftakt der Vorplanung veranstaltete das Projektteam Ende Oktober eine öffentliche Campus-Begehung. Die Teilnehmer*innen waren aufgerufen, eigene Anliegen und Wünsche für den Umbau einzubringen. Rund 25 BHT-Angehörige, Anwohner*innen und Studierende kamen – darunter auch Prof. Dr. Hans Gerber, Erster Vizepräsident der BHT.

Umsetzung ungeklärt

Als Projektverantwortliche und Bauherrin des Vorhabens fungiert die Hochschule. Verantwortlich für die Vorplanung ist Landschaftsarchitekt Prof. Jürgen Weidinger, der bereits die Außenanlagen vor dem WAL-Gebäude entworfen hatte. Zusätzlich wurden inzwischen Fachplaner*innen beauftragt, die sich mit der Bodenbeschaffenheit, dem Zustand der Dächer und dem Regenwassermanagement befassen sollen. Für die Neugestaltung hat das Bezirksamt Mitte bislang die Grundlagenermittlung und die Vorplanung finanziert. Die weitere Umsetzung ist offen.

Ein zentrales Ziel des Projekts sei es, den bestehenden Charakter des BHT-Campus zu erhalten und gleichzeitig eine einheitliche Identität zu entwickeln, sagte Architekt Weidinger. Die Menschen sollten unmittelbar erkennen, dass sie sich auf einem Campus befinden. Schließlich würden die Freiflächen von Studierenden, Beschäftigten sowie Anwohner*innen und Radfahrer*innen genutzt. „Es wird anspruchsvoll sein, alle Bedürfnisse der unterschiedlichen Nutzergruppen auf der Fläche zu berücksichtigen“, ergänzte Jenny Wieland, Leiterin der zentralen Bau- und Raumplanung. Voraussichtlich müssten Kompromisse gemacht werden.

Eine besondere Herausforderung sieht Jenny Wieland in der Integration der übergeordneten Fahrradroute, die vom Senat über den Campus gelegt worden sei. Angesichts der vorangetriebenen Planung eines Radschnellwegs sei es wichtig, dass die BHT vorausschauend eine eigene Planungs- und Umsetzungsidee für die Campus-Freiflächen entwickle, die ihre Bedürfnisse nach einem sicheren Fußgängerverkehr sowie Aufenthaltsqualität berücksichtige.

Vielfältige Anregungen

Während der Veranstaltung brachten viele Teilnehmer*innen eigene Wünsche vor. Die Anregungen reichten von Sicherheitsaspekten wie besserer Beleuchtung über Barrierefreiheit bis zu Raucherbereichen und Motorradabstellplätzen. Das Projektteam versprach, alle Anregungen zu sammeln und anschließend abzuwägen, inwiefern eine Umsetzung im Planungsprozess möglich ist.

Für das Frühjahr 2027 ist eine weitere öffentliche Veranstaltung geplant. Dann will das Team die Ergebnisse der Vorplanung vorstellen und mit allen interessierten BHT-Angehörigen und Anwohner*innen erneut diskutieren.

Zurück