Entwicklung einer im Magnetresonanztomographen einsatzfähigen chirurgischen Bohrmaschine

Schaffung der theoretischen Grundlagen sowie der Simulation der neuartigen Wirkungsweise der MRT-Bohrmaschine

Operationen im Magnetresonanztomographen (MRT) ermöglichen Mediziner*innen, punktgenau mit ihren Instrumenten im Körper zu navigieren und ihre Eingriffe in Knochen und Gewebe in Echtzeit kontrollieren. Doch nicht alle Instrumente sind für den Einsatz im MRT geeignet. Viele sind aus Edelstahl und Metall gefertigt und damit magnetisch, was die Bildgebung stört. Zu diesen Geräten gehören auch orthopädische Bohrmaschinen. Bei vielen knochenchirurgischen Eingriffen werden sie genutzt, um Fixierdrähte in Knochen zu treiben. Wenn die Lage der Drähte nicht gut ist, werden sie herausgezogen und neu gesetzt. Das macht die Behandlung ungenau und belastet die Patient*innen stark.

Um derlei Eingriffe auch im MRT durchzuführen und die Behandlung von Brüchen zu verbessern, arbeiten ein Forschungsteam der BHT und ein Praxispartner im Forschungsprojekt zusammen. Sie wollen eine MRT-kompatible chirurgische Borhmaschine entwickeln – aus Werkstoffen, die ähnlich belastbar wie die üblichen Edelstahlinstrumente sind. Denn die Geräte müssen einiges aushalten: Während Operationen sind sie großen Kräften ausgesetzt, müssen trotz Verschmutzungen wie Blut und Knochensplittern weiterlaufen und beim Sterilisieren hohen Temperaturen standhalten.

Die Forschenden an der BHT schaffen die theoretischen Grundlagen zur Entwicklung der Borhmaschine, schreiben ein Simulationsprogramm, untersuchen Baugruppen und Materialien und bauen schließlich einen Prototyp, den sie nichtklinisch messen und optimieren.

Laufzeit

11.2017 - 01.2020

Projektpartner

Christian Dunkel GmbH

Mittelgeber

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Projektkoordination

Christian Dunkel GmbH